Musik ist kein Beruf. Das ist eineLebensweise.

(Isaac Stern)

Das Leben und die Musik der ganz Großen

Hier möchte ich Euch zum einen eine kleine Auswahl an Biografien der ganz großen Komponisten aber auch zwei weitere sehr schöne Lektüren rund um das Piano ans Herz legen. Perfekt zum Verschenken oder selbst lesen :)

Franz Liszt
Genie im Abseits

Michael Stegemann

Einer der wegweisenden Komponisten des 19. Jahrhunderts, einer der größten Pianisten, die es je gegeben hat: Michael Stegemann erzählt das Leben des genialen Musikers Franz Liszt zwischen höchstem Ruhm und tiefster Einsamkeit. Franz Liszt gilt als eine der Schlüsselfiguren der europäischen Musik. Doch wer war dieser so geniale wie widersprüchliche Pianist und Komponist wirklich? Aus einem gefeierten Pianisten, der das Publikum in Paris und London, in Rom und Wien zu Begeisterungsstürmen hinriss, wurde im Alter ein Menschenfeind, der sich bitter beklagte, dass alle Welt gegen ihn und seine Musik sei. Der erste Popstar der Klassik, Frauenschwarm und Hexenmeister am Klavier – er wurde als Komponist von seinen Zeitgenossen nicht verstanden, seine Musik fand kein Gehör. Erst jetzt wird Liszts visionäres Künstlertum wiederentdeckt: zum 200. Geburtstag am 22. Oktober 2011 die fesselnd erzählte Biografie des lange verkannten Genies.

Beethoven

Der einsame Revolutionär

Jan Caeyers

Die Kompositionen Ludwig van Beethovens gehören zum unvergänglichen Erbe der Musikgeschichte. Doch wer war der Schöpfer dieser Musik? Jan Caeyers entwirft in dieser großen Biographie ein faszinierend lebendiges Portrait des Künstlers. Der Autor stellt uns Beethoven als eine Ausnahmeerscheinung der Musikwelt vor, ohne musikhistorisches oder gar musiktechnisches Wissen vorauszusetzen. Er erhellt in dieser meisterhaft erzählten Biographie den menschlichen wie den künstlerischen Werdegang seines Protagonisten, indem er die Entstehungsgeschichte seiner Werke mit Beethovens persönlicher Entwicklung - die zwischen Generosität und Kleinlichkeit, zwischen Enthusiasmus und Verzweiflung oszilliert - verwebt. Eine wunderbare Biographie für Beethoven-Kenner, für Beethoven-Freunde und für all jene, die es werden möchten.

Chopin

Der Poet am Piano

Adam Zamoyski

Frédéric Chopin ist nicht nur der berühmteste Komponist und Pianist der Romantik, er gilt auch als Inbegriff des romantischen Künstlers. In seiner exzellent geschriebenen Biografie macht Adam Zamoyski den Leser mit dem Menschen Chopin und seinem Leben bekannt: das kurze, von Krankheit geprägte Dasein, seine Kindheit, in der er in den polnischen Adelssalons auftrat, seine schillernde Karriere als Klaviervirtuose, -lehrer und innovativer Komponist in Paris, seine fast 10-jährige Liebesbeziehung zu der exaltierten Schriftstellerin George Sand. Dabei gelingt es dem Autor meisterhaft, die charakterliche Entwicklung Chopins nachzuzeichnen und ein farbiges Gesellschaftsbild des frühen 19. Jahrhunderts zu entwerfen. Und schließlich entkräftet Zamoyski auf verblüffende Weise den Mythos vom romantischsten aller Künstler.

Richard Wagner:
Inszenierung eines Lebens

Ulrich Drüner

Nach heutigen Maßstäben hätte Wagner spätestens 1855 mit den Erfolgen von Rienzi und Lohengrin finanziell ausgesorgt haben müssen. Statt dessen musste er Bettelbriefe schreiben und Mäzene suchen, wegen seiner Sucht nach Luxus, aber auch, weil das frühe 19. Jahrhundert ernsthafte Komponisten schlechter entlohnte als spektakuläre Virtuosen. Wagner gelang es, um sich und sein Schaffen einen Mythos zu kreieren, der ihm neue finanzielle – und künstlerische – Möglichkeiten eröffnete. Zu diesem Mythos gehörte, dass Richard Wagner als deutscher Künstler von der jüdischen Presse ungerecht behandelt, von dem jüdischen Komponisten Meyerbeer getäuscht und von dem jüdischen Musikverleger Schlesinger ausgebeutet wurde – faustdicke Lügen, wie Drüner aus den Quellen zeigt. So wie Luxus, Seide und Parfüms, weibliche Zuneigung, tiefe Freundschaften (Nietzsche, Liszt) brauchte Wagner zum Komponieren sehr lange diesen antisemitischen Impuls. Diese Biografie zeigt, wie Wagner nicht nur als Komponist, Regisseur und Dirigent wegweisend wirkte, sondern auch das Berufsbild des sich immer wieder neu erfindenden Intellektuellen in Deutschland maßgebend prägte.

Mozart

Genius und Eros

Eva Gesine Baur

Eva Gesine Baur erzählt Mozarts dissonantes Leben, ohne zu beschönigen, dass der Schöpfer unfassbarer Musik auch eine schwarze Seite hatte: Sich seines göttlichen Talents bewusst, log, trickste und intrigierte er. Er verschenkte Glückseligkeiten und verteilte Bösartigkeiten. Die Biographie versucht, diesen Abgrund auszuloten. Mozart selbst hat das Problem in die Welt gesetzt, mit der sich seine Verehrer und seine Biographen herumschlagen: Er schrieb Briefe, die seine menschlichen Schwächen bloßlegen. Auch andere Zeitzeugnisse zeigen einen Mozart, der alles andere als göttlich war. Seinen Vater, Salieri oder seine Frau Constanze zu Sündenböcken zu machen, verbieten die Fakten. Das Verständnis für das Werk und den Mann Mozart voneinander zu trennen erklärte bereits der Philosoph Norbert Elias als "künstlich, irreführend und unnötig".

Die Stimmung der Welt:

Der Bach-Roman

Jens Johler

Im März des Jahres 1700, kurz vor seinem fünfzehnten Geburtstag, macht Johann Sebastian Bach sich auf den Weg. Sein Ziel: die vollkommene Musik zu schaffen, eine Musik, die Himmel und Erde in Harmonie vereint. Seine Suche führt ihn schließlich nach Lübeck, wo er Andreas Werckmeister und die wohltemperierte Stimmung kennenlernt. In dieser Stimmung – das ist neu! – kann man alles spielen, alle Tonarten, in Dur und in Moll. Aber die Vollkommenheit hat ihren Preis: Alle Töne werden ein bißchen 'temperiert', das heißt verfälscht, die Musik hat von nun an einen Hauch von Künstlichkeit. Als Bach das Wohltemperierte Klavier vollendet hat, befällt ihn der abgrundtiefe Zweifel: Ist dieses Werk nicht 'nur von dieser Welt', perfekt, künstlich, profan? 'Bachs Leben besteht für uns vor allem aus biographischen Lücken. Man weiß einiges, aber man weiß vieles nicht. Diese Lücken sind die Chance für den Romancier. Die Fakten waren meine Fessel, aber sie waren auch meine Inspirationsquelle..' Jens Johler

Musik ist meine Sprache:
Die Geschichte meines Lebens

Lang Lang

Sein Elternhaus ist arm, seine Kindheit freudlos, sein Vater ein Despot. Doch eines kann Lang Lang schon in jungen Jahren: unvergleichlich gut: Klavier spielen. Sein Talent trägt ihn auf die Bühnen der Welt. Die faszinierende Geschichte eines Starpianisten, der seine Karriere vor allem seiner innigen Liebe zur Musik verdankt.

Giuseppe Verdi: Die Biografie

Christoph Schwandt

Giuseppe Verdi (1813–1901) war schon zu Lebzeiten der berühmteste Italiener seiner Zeit. Christoph Schwandt schildert den Weg des großen Künstlers und eigensinnigen Bürgers und lässt seine unsterblichen Werke wiederauferstehen, die bis heute in den Opernhäusern gespielt werden.

Die wichtigsten Musiker

im Portrait

Peter Paul Kaspar

Ihre Musik ist ewig und hat sie, ihre Schöpfer, unsterblich gemacht. Ihre Tonkunst vermag nicht nur Emotionen zu transportieren, sondern auch Emotionen zu verändern. Dieses Nachschlagewerk zu den bedeutendsten Komponisten ist eine Gesamtschau auf die klassische Musik: von Isaak Albéniz, Ludwig van Beethoven, Frédéric Chopin und Gustav Mahler bis zu Sergeij Rachmaninoff, Antonio Salieri und Richard Wagner.Im vorliegenden Werk wird das Leben und kreative Schaffen all jener Komponisten präzise dargestellt, die Musikgeschichte schrieben – es er- möglicht damit auch dem Leser, sich an Hand der klaren Darstellung in der Musik- welt sicher zu orientieren und Zusammenhänge zu entdecken und zu verstehen.

"... ganz verrückt nach Musik"

Die Jugend großer Komponisten

Ulrich Rühle

»...ganz verrückt nach Musik« waren sie alle: Händel, Bach, Haydn, Mozart, Beethoven, Weber, Schubert, Chopin, Wagner, R. Strauss, Prokofjew, Orff, Gershwin und Bernstein. Spannend und anschaulich schildert Ulrich Rühle die Kindheit und Jugend dieser berühmt gewordenen Komponisten, erzählt von ihrer Begeisterung und ihren ersten öffentlichen Auftritten, aber auch von den oft herben Enttäuschungen und Schwierigkeiten, die sie bewältigen mussten, bis jeder von ihnen seinen Weg und seinen charakteristischen Musikstil gefunden hatte.
Mit zahlreichen Bilddokumenten.

Musica
Die größten Komponisten und ihre Zeit

Dr. Dorottya Fabian

Musica enthüllt, wie Komponisten und Interpreten, Geistliche, Fürsten und Mäzene, und die Ereignisse der Geschichte eine neue absolut einzigartige und außergewöhnliche Tradition der klassischen Musik schafften. Die Reise beginnt mit der Musik in Klöstern und Kirchen und führt den Leser durch die vergangenen 1000 Jahre, von Epoche zu Epoche: von den gregorianischen Gesängen des Mittelalters zu Messen, Motetten und Madrigale der Renaissance; von der Geburt der Oper und den Anfänge des modernen Orchesters im Barock zu Konzertstücken, Symphonien, Sonaten, Trios und Quartette der klassischen Periode; vom Aufstieg der Klavierkonzerte in der frühen Romantik zum Goldenen Zeitalter der Großen Oper in der Spätromantik, bis hin zu den Experimenten in der Musik des 20. Jahrhunderts.

Das Reclam Buch der Musik

A. Werner-Jensen und F. J. Ratte

»Das Reclam Buch der Musik« bietet auf über 500 Seiten mit knapp 300 Abbildungen und zahlreichen Notenbeispielen ein Panorama aller musikalischen Gattungen von den Anfängen bis zur Gegenwart. Auf einladend gestalteten Doppelseiten werden Musikepochen erklärt, Instrumente vorgestellt, Notationsformen gezeigt, Kompositionsprinzipien erläutert und Besonderheiten des Musikbetriebs kommentiert. In schlaglichtartigen Zitaten kommen Komponisten und Zeitzeugen zu Wort. Mit Biographie, Werkauswahl und einem Portrait werden schließlich die herausragenden Komponisten der Musikgeschichte gewürdigt. Einem breiten Publikum wird damit die facettenreiche Welt der Musik erschlossen – eine Einladung, Vertrautes neu zu hören und mit Neuem vertraut zu werden.

A bis Z eines Pianisten

Ein Lesebuch für Klavierliebende

Alfred Brendel

Pianoforte

Der Roman des Klaviers im 19. Jahrhundert

Dieter Hildebrandt

Ein ideales ABC des Klavierspiels: kenntnisreich, witzig, aufklärend und persönlich. Alfred Brendel ist der ideale Vermittler für alle Fragen, die das Klavier und die Klavierliebhaber stellen. Von A wie Anschlag, Akkord und Arpeggio bis Z wie Zusammenhang erklärt der weltberühmte Pianist die Geheimnisse, die sich ihm selbst in seiner jahrzehntelangen Praxis gestellt haben. Brendels Vademecum ist ein wunderbares Buch für alle Freunde des Pianoforte, für Musiker wie Musikliebhaber. Es kann ein Konzert nicht ersetzen, aber entscheidend vertiefen - denn so humorvoll und klug ist selten über das große schwarze Instrument geschrieben worden, das bis heute unsere Ohren herausfordert.

Dieter Hildebrandt greift voll in die Tasten eines Instrumentenlebens: das Piano- forte als Möbel, Kinderschreck, Experimentierfeld, als Klangkörper und Gefühls- sofa, Herrschaftsinstrument und Diener der Kunst, unter besonderer Berücksichti- gung des 19. Jahrhunderts, das seine Glanzzeit war und seine Protagonisten hervorbrachte. Von Anfang bis Ende bereitet das Buch Vergnügen und weckt Lust an der Musik und am Klavierspiel, nicht nur, indem es von den Großtaten der Musik und den unerreichten Champions und Herrschern im schwarzweißen Tasten- bereich handelt, sondern auch, indem es beschreibt, was das Instrument kann, so dass manch einer wohl gern einmal probeweise in die Tasten griffe, hätte er nur seinen Flügel im Haus.

Auf der Tonleiter zum Himmel

365 heitere Geschichte & Anekdoten

Eva Baronsky

Musik lässt die Seele klingen und entführt aus dem Alltag. Für ein Jahr voll beschwingtem Rhythmus und zarter Melodie sorgt dieser klangvolle Jahresbegleiter. Er begleitet mit treffenden Gedanken, Sprüchen und unterhaltsamen Anekdoten von und über Musiker, Komponisten und Interpreten Tag für Tag durch das Jahr. Die Texte von und zu bekannten Größen aus der Musikwelt sind den jeweiligen Lebensdaten zugeordnet und erinnern so an anstehende Jubiläen.

Geschichte des Klaviers vom Ursprung

bis zu den modernsten Formen

Oscar Paul

Besaitete Tasteninstrumente werden historisch auf das Monochord zurückgeführt. Mehrere Monochorde entwickelten sich zur beidhändig gespielten Floß- oder Röhren-Zither weiter. Daraus entstanden in der Antike einerseits mit Tasten gespielte Orgeln, andererseits verschiedene gezupfte, geschlagene oder gestrichene Saiteninstrumente, darunter das Psalterium. Durch Hinzufügen einer Tastatur entwickelten sich im Spätmittelalter aus dem Monochord und dem Psalterium das Clavichord (fest mit der Taste verbundene Tangenten schlagen die Saiten an) und in der Renaissance das Cembalo sowie deren Varianten Clavicytherium, Spinett und Virginal, bei denen der Ton durch Anreißen der Saiten mit einem Kiel erzeugt wird.

Von Elise

Verena Maria Kalmann

Im Januar 2014 zieht die Geigerin Valerie Mollwitz von München nach Paris, um den Posten der zweiten Konzertmeisterin in einem Orchester anzutreten und die gescheiterte Beziehung zu ihrem Exfreund zu verarbeiten. Doch der Neuanfang in Paris entpuppt sich als wahre Katastrophe: Madame Prokova, die erste Konzert-meisterin, begegnet ihr feindselig, Freunde hat sie nicht und aufgrund mangelhaf-ter Sprachkenntnisse kann sie den Alltag kaum bewältigen.

In dieser verfahrenen Situation findet sie das Tagebuch ihrer Urgroßtante Elise in den Hohlräumen ihres geerbten Biedermeiersofas. Die Lektüre führt Valerie in das beschauliche Bonn des Jahres 1914, wo sich die junge Pianistin Elise in den att-raktiven Geiger Karl verliebt. Die beiden Musiker schmieden Pläne für eine gemein-same Zukunft, doch dann bricht der Erste Weltkrieg aus und ihr Leben nimmt eine dramatische Wendung. Tief berührt von Elises Geschichte, nimmt Valerie ihr Schicksal entschlossen selbst in die Hand und gibt der Liebe eine Chance.

Das Mädchen am Klavier

Rosemarie Marschner

Leipzig, September 1819: Als man dem Klavierlehrer und Musikalienhändler Fried-rich Wieck seine Zweitgeborene Clara entgegenhält, bewundert er begeistert die »Klaviertatzen« des Säuglings. »Du wirst sie alle überflügeln, meine süße Clara!«, flüstert er. Ehrgeizig und mitunter tyrannisch verfolgt Vater Wieck den Plan, aus seiner Clara ein musikalisches Wunderkind zu machen, und sie hat sowohl die Begabung als auch den Willen dazu. Mit acht Jahren tritt sie zum ersten Mal öffentlich auf, mit zwölf Jahren spielt sie in Paris.

Sie ist eine Virtuosin am Klavier, hat Erfolg in den Salons, wird schnell berühmt, reist mit ihrem Vater wochenlang durchs Land. Als Clara sechzehn ist, verliebt sie sich in einen Klavierschüler ihres Vaters, von dessen charmantem Rebellentum sie begeistert ist: Robert Schumann. Vater Wieck ist strikt gegen diese Verbindung, doch inzwischen plagen ihn auch andere Sorgen: Clara ist kein Kind mehr – und damit auch kein Wunderkind ...

Das unsterbliche Klavier

Avner Carmi, Hannah Carmi

Avner und Hannah Carmis autobiografischer Roman schildert mehr als nur die Suche nach einem der ungewöhnlichsten Instrumente der Musikgeschichte. Avner Carmi war Zeitzeuge der politischen Neuordnung Palästinas, des Berlin der 20er-Jahre sowie beider Weltkriege. So ist dieses Buch auch ein bedeutendes Stück Zeit- und Kulturgeschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Der Grund

Anne von Canal

Ein reicher Stockholmer Vorort in den Sechzigerjahren: Laurits liebt das Spielen mit seinem besten Freund, das Schwimmen und Tauchen am Sommerhäuschen und vor allem die Klavierstunden bei Fräulein Andersson. Überall fühlt er sich wohler als in Gegenwart seiner überspannten Mutter und des dominanten Vaters, der für seinen Sohn eine Zukunft als Mediziner vorsieht. Doch als Laurits 18 wird, ist eine Karriere als Konzertpianist zum Greifen nah, und er spielt um sein Leben.

Selbstbild mit russischem Klavier

Wolf Wondratschek

In einem Wiener Kaffeehaus lernt ein Schriftsteller den alten Russen Suvorin kennen. Suvorin war ein erfolgreicher Pianist, doch das ist lange her. Nun steht er am Ende seines Lebens, will seine Geschichte erzählen. Gebannt hört ihm der Schriftsteller zu, denn in Suvorins Schicksal spiegeln sich ein Wille, eine Energie, die ihm vertraut sind. Und immer geht es ums Ganze: um Freiheit und Rebellion, Schönheit und Verfall, um das von der Kunst geschaffene Unvergängliche. Schon bald bekommt die Begegnung der beiden Männer, die zunächst rein zufällig anmutet, etwas Schicksalhaftes. Ein Roman voll schweifender Sehnsucht, Romantik und echtem Leben aus der Feder eines der großen deutschsprachigen Gegenwartsautoren.

Herr Mozart wacht auf

Eva Baronsky

„Solange es nur Musik gab, war er bereit, in jeder Welt zurechtzukommen.“
Am Vorabend noch hat er auf dem Sterbebett gelegen. Nun erwacht Wolfgang Amadé Mozart an einem unbekannten Ort und - wie ihm nach und nach klar wird - in einer fremden Zeit. Die Ungeheuerlichkeit seiner Zeitreise ins Jahr 2006 kann er sich nur mit einem göttlichen Auftrag erklären: Er soll endlich sein Requiem beenden. Als wunderlicher Kauz und lebender Anachronismus irrt Wolfgang durch das moderne Wien, scheitert an U-Bahntüren und fehlenden Ausweisen. Einzig die Musik dient ihm als Kompaß, um sich in der erschreckend veränderten Welt zu orientieren. Zur Seite stehen ihm ein polnischer Stehgeiger, das Mädchen Anju und seine Lust, hergebrachte Harmonien auf den Kopf zu stellen. Doch je länger sich Wolfgang in der fremden Zeit aufhält, desto drängender wird die Frage, was ihn erwartet, wenn er das Requiem vollendet hat ...

Das gläserne Klavier

Miriam Toews

Elfrieda von Riesen ist eine umjubelte Konzertpianistin, reich, berühmt, verheiratet mit dem Mann, den sie liebt. Ihre Schwester Yoli ist pleite, geschieden und schläft unfehlbar mit den falschen Männern. Unterschiedlicher könnten zwei Schwestern nicht sein. Und doch gibt es niemanden, dem sie näher stünden als einander. Aber Elfrieda will nicht mehr leben. Kurz vor ihrer neuen Welttournee bricht sie zusammen und bittet ihre Schwester um das Unmögliche, bittet sie um diesen letzten Dienst, der bei weitem das übersteigt, was einem Menschen zumutbar ist. Während ihr Agent sie verzweifelt zu erreichen versucht, setzt Yoli alles daran, Elfrieda Kraft und Zuversicht einzuflößen, sie für die Tour fit zu machen. Sie kämpft aus Leibeskräften.

Good Morning, Mr. Mendelssohn

Rosemarie Marschner

»Es ging um nichts weniger als um Vollkommenheit.«

»Bist du auch fleißig, Felix?«, fragt Lea Mendelssohn häufig ihren Zweitgeborenen. Oh ja – das ist Felix und er bleibt es sein nur 38 Jahre währendes Leben lang. Er wird einer der größten Musiker und Musikförderer der Romantik und trägt wesentlich zur Wiederentdeckung von Bach und Händel bei. Für die bezaubernde Betty Pistor komponiert der Jugendliche ein Streichquartett. Doch während diese erste große Liebe sich nie erfüllt, wird eine andere – die Liebe zu England – erwidert und bleibt bestehen: Als der zwanzigjährige Felix zum ersten Mal nach London reist, wird er dort enthusiastisch aufgenommen und so berühmt, dass ihn die Leute auf der Straße mit »Good Morning, Mr. Mendelssohn« begrüßen.

Zeit und Raum für deinen Traum !

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2012-2020 Tasten-Träume, Rosy Ziegler

letztes Update: 18. September 2020

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